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TC SAAR-PFALZ
1978 - 2003
Ein Tennisclub etabliert sich
Eine Chronik
von Hans Bachmann (Sie können die Chronik
hier
auch als Word-Dokument (207 KB) downloaden)
Auf dem Weg zum Breitensport
Gründung und erste Gehversuche
Bau der Plätze
Spielbetrieb und sportliche Bilanz
Bau des Clubheims Clubleben Schlussgedanken
Wissenswertes auf einen Blick
Ein
Tennisclub geht seinen Weg
Ein Tennisclub etabliert sich
Auf
dem Weg zum Breitensport
Der Sport beherrscht in ganz
ungewöhnlichem Maße die Öffentlichkeit, das Denken und Fühlen von Jung und
Alt in allen zivilisierten Ländern der Welt. Er ist zu einem Phänomen der
modernen Massengesellschaft geworden, zu einem Stück gesellschaftlicher
Wirklichkeit.
Bei sportlichen Großereignissen
sind die Straßen der Städte wie ausgestorben. Arbeiter sind ungehalten, weil
ihnen die Betriebsführung während der Arbeitszeit nicht die Möglichkeit gibt,
die Aktivitäten ihrer Sportidole am Rundfunk- oder Fernsehgerät mitzuerleben.
Selbst Parlamente verschieben
ihre Sitzungen, wenn Bayern München um den Europapokal spielt oder wenn Boris
Becker auf dem geheiligten Rasen von Wimbledon zum Racket greift.
Was treibt nun Woche für Woche
Millionen von Menschen in allen Ländern der Welt zum Zuschauen in die
Sportarenen oder an die Fernsehschirme, zum Lesen der Sportnachrichten, die in
millionenfacher Auflage der Tageszeitungen und Illustrierten erscheinen?
Stellvertretend für die
Vielfalt der möglichen Antworten soll ein Zitat von E. Spranger stehen: ,,Es
ist die Angst des entwurzelten, zivilisierten Menschen, vor bloßer Nervenkultur
und Geistigkeit den festen Boden des gesunden, physischen Daseins zu verlieren,
die Angst, der Spannungen und Belastungen unserer hochgezüchteten Kultur nicht
mehr Herr werden zu können."
Der müde, vor der Lebenslast
resignierende Mensch bewundert den Rekord, die artistische, physische Höchstleistung
der modernen Gladiatoren, weil er offenbar am eigenen Leibe verspürt, wie in
ihm selbst die naturhaften Wurzeln körperlicher Kraft und Gesundheit
absterben. Er fühlt sich bei sich selbst nicht mehr heimisch und flieht in die
Welt des Kollektivs, in die laute Betriebsamkeit der Massen.
Nun stellt sich jedoch dieser
,,Massen- oder Zuschauersport", der zweifelsohne eine enorme Faszination
ausübt und unbestreitbar eine wichtige sozialpolitische Funktion erfüllt,
lediglich nur eine Seite der gesellschaftlichen Wirklichkeit SPORT dar.
Im Gegenraum gedeiht nämlich
anspruchslos und unsensationell noch eine weitere Form: DER AKTIVE SPORT. Auch
er zieht Millionen Menschen aller Altersschattierungen in seinen Bann. Ein verändertes
Freizeitverhalten, das quer durch alle soziale Schichtungen unserer Bevölkerung
gedrungen ist, gekoppelt mit einem wachsenden Verständnis für die aktive
sportliche Betätigung als gesundheitlicher Ausgleich gegenüber einer
technisierten und bewegungsarmen Arbeitswelt,
ließ in den letzten 20 Jahren die Zahl seiner Anhänger und Freunde
sprunghaft ansteigen.
Im Unterschied aber zu den
Massen, die sich im Sog kollektiver Passivität den Sport vorführen lassen,
treiben diese Menschen als Privatleute oder in Vereine eingebunden ihren Sport,
einfach aus Freude am Spiel, an der Bewegung, an der eigenen körperlichen
Leistung. Der ,Sport für
jedermann' ist längst gesellschaftsfähig geworden, und seine dringende
Notwendigkeit lässt sich am deutlichsten mit einem Auszug aus dem Memorandum
der Deutschen Olympischen Gesellschaft (Frankfurt 1960) unterstreichen:
„Das Resultat der
anwachsenden Bewegungsarmut ist ein seelisch und nervlich überbeanspruchter
Mensch, der seine Lebensweise mit einem Ökonomieverlust der Herz- und
Kreislauffunktionen bezahlt. Bewegung, Spiel und Sport sind vielleicht im Rahmen
aller unserer prophylaktischen Möglichkeiten die weitaus stärksten
Positionen."
Wenn wir den Sport noch nicht hätten,
müssten wir ihn alleine schon zur Lösung dieses wichtigen Problems erfinden!
Auf dem Nährboden dieser
Erkenntnisse setzte der Breitensport gerade in den letzten Jahrzehnten
unverkennbar zu einem Höhenflug an. Die etablierten Sportvereine konnten
durchweg Zuwachsraten im Mitgliederbereich registrieren und reagierten auch
prompt mit einer breiteren Palette voller Freizeitsportangebote. Darüber hinaus
erfasste die Trimm- und Joggingbewegung gleichermaßen Alt und Jung zwischen
Flensburg und Berchtesgaden. Heute lösen die riesigen Teilnehmerfelder bei
lokalen Volksläufen, ja selbst die fünfstelligen Teilnehmerzahlen bei den
bekannten Stadtmarathonläufen schon längst kein Erstaunen mehr aus.
Sein leib-, seelisches
Wohlbefinden ,,laufend" und ,,spielend" zu steigern, war zu
einem Bedürfnis geworden und stilisierte sich allmählich hoch zum übergeordneten
Leitgedanken der modernen Volkssportbewegung. Das ,,spielerische" Vergnügen
als Gegensatz zur täglichen Tretmühle war also gefragt, das Spiel als heiterer
Bruder der Arbeit gesucht. Verständlich, denn schließlich ist ja das Spiel -
genetisch gesehen - der eigentliche Ausgangspunkt aller Leibesübungen, und die
tiefere Ursache für seine Beliebtheit liegt eindeutig in dem Drang des
Menschen, sich zu bewegen, sich aus aufgezwungener Ruhe oder Arbeitshaltung zu
befreien, sich zu erholen.
Es ist bezeichnend, dass das
altgermanische Wort ,,spil" genau die gleiche Grundbedeutung hat wie das
lat. ,,diSPORTare" (zerstreuen) oder das franz. ,,jouer-jeu" (von lat.
,,jocus"=Scherz).
Vergnügen sollte sie also
bereiten - die neue Sportart, die man sich aussuchen wollte, Zerstreuung bringen
und Freude vermitteln. Sie sollte die Möglichkeit zu intensiver körperlicher
Betätigung auf allen Altersstufen (also auch in fortgeschrittenem Alter) mit
möglichst geringer Verletzungsgefahr verbinden, sollte dem natürlichen Spiel-
und Bewegungsdrang entgegenkommen und schließlich noch ausgerichtet werden können
nach den individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen. Kriterien, die in
geradezu augenfälliger Weise auf eine Sportart vereinigt werden können, die
bislang nicht gerade in dem Ruf stand, besonders volkstümlich und allgemein zugänglich
zu sein: auf das TENNISSPIEL.
Nun zahlte es sich aus, dass
der Saarl. Tennisbund und die ihm angeschlossenen Vereine im Einvernehmen mit
den zuständigen Kommunen in einer mehrjährigen gezielten Werbekampagne, durch
eine intensive und ausführliche Öffentlichkeitsarbeit den guten Willen
dokumentierten, verstärkt in den Bau neuer Plätze zu investieren, um sich
weiteren Mitgliedern öffnen zu können. Folgerichtig wurde eine große
Erwartungshaltung in der breiten Öffentlichkeit ausgelöst. Eine
Tennisbegeisterung, ja ein regelrechtes Tennisfieber brach aus, und ein
Aufschwung ungeahnten Ausmaßes erfasste den ,,Weißen Sport". Der so oft
zitierte Tennisboom kam auf Touren. Tennisvereine existierten allerdings nur
in den größeren Orten und Städten. Den Clubs haftete darüber hinaus deutlich
spürbar ein gewisser Hauch von Exklusivität an, und in den kleinen umliegenden
Landgemeinden unseres Heimatlandes galt das Tennisspielen schon immer als
Privileg der ,,besseren" Gesellschaftskreise, der ,,feinen" Leute,
wurde als Verlobungssport für höhere Töchter und reiche Söhne eingestuft.
Erst durch die Auflockerung der
dörflichen Strukturen, durch die deutlich spürbare Veränderung des sozialen
Umfeldes, durch den steigenden Lebensstandard und die verbesserte Lebensqualität,
verbunden mit dem bereits erwähnten gewandelten Freizeitverhalten, war auch in
den kleinen Dörfern die Zeit reif geworden, für die - jedenfalls aus der Sicht
der Tennisfans - schönste Nebensache der Welt.
So schwappte in den 70er-Jahren
die Woge der Tennisbegeisterung bis in die entlegensten Winkel unseres
Vaterlandes, spülte nach und nach die oft nicht ganz unbegründeten Vorurteile
wenigstens teilweise hinweg und sorgte dafür, dass in ihrem Sog immer mehr
Menschen der Faszination des Spieles mit der Filzkugel erlagen. Waren z. B. 1970
in der Mitgliederkartei des Deutschen Tennisbundes noch 173 241 Erwachsene
registriert, stieg diese Zahl innerhalb von nur wenigen Jahren um mehr als das
Dreifache auf 585 399 im Jahr 1976 an.
Der Tennissport war auf dem
Weg, endgültig zum Breitensport im landläufigen Sinne dieses Wortes zu
werden. Getragen von dieser allgemeinen Entwicklung und ermutigt durch den
immensen Zuwachs an Popularität, begann man nun auch in Einöd in der zweiten Hälfte
der 70er-Jahre laut über die Möglichkeit einer
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L U B G R Ü N D U N G
nachzudenken.
An Stammtischen, in Familien,
im Freundes- und Bekanntenkreis wurde die Idee ausführlich erörtert. Dabei
wurde schon sehr rasch offenkundig, dass es erstaunlich viele Bürger gab, die
gern in Einöd Tennis spielen wollten und die ihre Bereitschaft auch deutlich
signalisierten.
So mündeten die
Sondierungsgespräche relativ schnell in dem Wunsch, sich zu organisieren, einen
Club zu gründen. Als ein wichtiges Kommunikationszentrum schälte sich dabei
immer klarer die Büchnerstraße heraus. Prof. Dr. Dr. Heinrich Zankl, in Sachen
Tennis bereits vorbelastet, wurde gemeinsam mit dem späteren 1. Vorsitzenden,
Manfred Brabänder, der sich schon geraume Zeit zuvor mit Gründungsgedanken
getragen hatte, zum eigentlichen Initiator, zum ,,auslösenden Faktor".
Der berühmte Stein kam ins Rollen, und aus Worten wurden schließlich Taten.
Damit war endlich auch ein lang
gehegter und oft geäußerter Wunsch einiger Einöder Familien (Pfister,
Schuberth....) in Erfüllung gegangen, die schon sehr früh zum Tennissport
gefunden hatten und für jedes Tennisspiel ständig eine weite Anfahrt in Kauf
nehmen mussten.
Nach vielen Vorgesprächen und
wohl noch mehr Telefonaten kristallisierte sich gegen Ende des Jahres 1977 ein
Gründungs- bzw. Planungskomitee heraus, dem Manfred Brabänder, Erich Hein,
Heinz Hunsicker, Peter Linn, Uwe Schenk, Hans-Peter Weigold, Ludwig Wolf und
Prof. Dr. Dr. Heinrich Zankl angehörten.
Bei der Zusammensetzung dieser Urzelle des TC Saar-Pfalz
hatte keineswegs der bloße Zufall Pate gestanden, sondern sie richtete sich
nach Fachkompetenzen aus und geschah im Vorgriff auf eine spätere
Aufgabenverteilung in der künftigen Vorstandschaft. Auf die ,,Männer der
ersten Stunde" wartete eine Menge Arbeit. Informationen und Erfahrungswerte
mussten bei Nachbarclubs eingeholt und auf Einöder Verhältnisse zugeschnitten
werden; erste Kontakte zu den Ansprechpartnern in den zuständigen kommunalen
Verwaltungen wurden geknüpft. Eine Satzung war auszuarbeiten und
vereinsrechtlich abzusichern, und letztlich musste die Gründungsversammlung
vorbereitet werden.
Am 05. April 1978 trafen sich gegen 18.00 Uhr 26
Tennisfreunde im Sportheim der Spielvereinigung Einöd, um einen Tennisclub aus
der Taufe zu heben, für den man den Namen bereits ausgesucht hatte:
T E N N I S C
L U B
S A A R – P F A L Z
Bickert Friedrich, Brabänder Manfred, Daiminger Rudi, Döring
Jürgen, Fischer Ernst, Förster Günter, Hein Erich, Heiner Karl, Huber Fritz,
Hunsicker Heinz, Kaiser Dieter, Klein Hans, Linn Peter, Maiwald Peter, Nagel
Edgar, Neumann Wolfgang, Rahde Hermann, Reinhard Herbert, Schenk Uwe, Schley
Norbert, Schroers Gerd, Stock Otto, Weigold Hans-Peter, Wolf Konrad, Wolf
Ludwig, Prof. Dr. Dr. Zankl Heinrich.
Stadtratsmitglied Erich Hein
leistete gewissermaßen Geburtshilfe, denn unter seiner Leitung wurde den
Anwesenden die Vereinsstatuten vorgestellt und erläutert, die anschließend
von der konstituierenden Versammlung gebilligt und einstimmig verabschiedet
wurden. Hiermit war die Neugründung auf den soliden
Boden einer ordnungsgemäßen Rechtsgrundlage gestellt und Erich Hein
konnte verkünden:
,,Damit
ist der TC Saar-Pfalz gegründet!“
Nachdem die anwesenden
Tennisfreunde ihre Mitgliedschaft per Unterschrift bekundet und so ihrer
Zusammenkunft den Status einer ersten ordentlichen Mitgliederversammlung
verliehen hatten, wurde Manfred Brabänder bei der nun folgenden Wahl des
Vorstandes als erster Vorsitzender an die Spitze der Vereinsführung berufen.
Man hatte die Vereinsgeschicke
in die Hände eines Mannes gelegt, der zur wesentlichsten Integrationsfigur des
TC Saar-Pfalz wurde und der mit seiner wohltuend ruhigen, sachlichen - jedoch
auch bestimmten- Art das Vereinsschiff in den nun folgenden 10 Jahren jederzeit
sicher und souverän durch die Klippen der Sturm- und Drangzeit des jungen Clubs
steuerte. Sein ,,Vize“ wurde Heinz
Hunsicker, als Schatzmeister fungierte Uwe Schenk und das ,,begehrte" Amt
des Sportwartes übernahm Prof. Dr. Dr. Heinrich Zankl. Für die Platzanlagen
war Peter Linn zuständig, für einen ordnungsgemäßen Schriftverkehr zeichnete
Ludwig Wolf verantwortlich, die Jugendarbeit lag in den Händen von Hans-Peter
Weigold und als Beisitzer komplettierten Erich Hein und Hans Klein die
Vorstandschaft.
Bereits am 15. Juni 1978 wurde
die Aufnahme in den Stadtverband für Leibesübungen und am 26. Juni des
gleichen Jahres die Aufnahme in den Saarl. Tennisbund beantragt. Die Eintragung
ins Vereinsregister beim Amtsgericht Homburg erfolgte unter der Aktennummer 557
am 22.05.79. Die Kurve der Mitgliederbewegung führte in den ersten Monaten
steil nach oben. Laut Protokoll der
Vorstandssitzung vom 16. Juni 1978 war die Zahl 100 bereits überschritten und
etwa einen Monat später, am 18. Juli, konnte Schatzmeister Uwe Schenk bereits
180 eingetragene Mitglieder auflisten.
Nun, da man ordnungsgemäß
registriertes Mitglied war, wollte man keine Zeit mehr verlieren und endlich die
Faszination des Tennisspielens live am eigenen Körper erleben. Schließlich
lagen auch schon das elegante weiße Röckchen, das entzückende T-Shirt und das
fesche Stirnband bereit, und man sah sich schon in Gedanken mit geschmeidigen
Bewegungen leichtfüßig über den Platz schweben und mit elegantem Schwung den
Ball gefühlvoll über das Netz befördern. Der amtierende Sportwart Prof. Dr.
Dr. Heinrich Zankl stellte sein Organisationstalent nun auch in offizieller
Funktion unter Beweis, orderte für den Sommer 1978 in Wellesweiler Plätze in
einer privaten Tennishalle, verpflichtete versierte Übungsleiter und im
Gruppenunterricht wurden die Einöder Tenniseleven schnell wieder auf den Boden
der Tatsachen, d. h. in die Tennisrealität zurückgeholt. Vor den Erfolg haben
nun mal auch im Tennissport die Götter den Schweiß gestellt: Man musste rennen, sich bücken, bekam Blasen an Händen und Füßen und stellte zudem
fest, dass die Schlägerfläche eigentlich viel zu klein, der Ball viel zu
schnell und das Netz viel zu hoch war.
Aber allmählich zahlten sich
Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit aus; man bekam die Sache - im wahrsten Sinne
des Wortes - in den Griff, und es war lediglich nur noch eine Frage der Zeit,
bis die Bälle per Vor- und Rückhand einigermaßen verlässlich dorthin flogen,
wohin man sie haben wollte. In nahtlosem Übergang wurden die frisch erworbenen
Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der neu erbauten Einfeldhalle der
Familie Huber oder in einer der Mehrfeldhallen in der Umgebung gefestigt,
vertieft und erweitert; auch das Ballgefühl konnte sich kontinuierlich
weiterentwickeln und entfalten. Auf dem Boden der neuen Terminologie bewegte man
sich schon so sicher wie die alten Hasen, und es grenzte schon fast an
Beleidigung, wenn jemand das kostbare Racket banal und respektlos als „Blätsch"
bezeichnete. Begriffe wie Volley, Drive, Lob und Slice umschwirrten die
Kaffeekränzchen der Damen und die Stammtische der Herren. Alles fieberte der
ersten Freiluftsaison entgegen. Für die Gründungsvorstandschaft bedeutete
der Entschluss Tennis zu spielen, in erster Linie Arbeit, Opferbereitschaft und
Engagement; galt es doch nun,
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P L Ä T Z E
innerhalb eines soliden
Finanzierungsrahmens zu konzipieren, die Planung behördlich absegnen zu lassen,
Kostenvoranschläge einzuholen und den Bauauftrag an eine qualifizierte Firma zu
vergeben. Vorrangig aber bedurfte zunächst einmal die Standortfrage einer Klärung.
Ein geeignetes Gelände mit möglichst optimalen Voraussetzungen für den Bau
der Platzanlage musste gesucht und schnellstens gefunden werden. Welch einer
Vielzahl von Vorschlägen das Bemühen um eine akzeptable Lösung gegenüberstand
und wie weit die Vorstellungen innerhalb der politischen und kommunalen Zuständigkeitsbereiche
auseinander klafften, mag folgende Auflistung verdeutlichen:
a)
Ackerland hinter dem Ausgrabungsgelände in Schwarzenacker
b)
Am Sportplatz in Schwarzenbach ,,Auf dem Wacken“
c)
Wiesengelände auf der Einöder Gemarkung ,,Gänswiesen" hinter dem
Gewerbebetrieb Readimix
d)
Am Einöder Sportplatz
e)
Am Bruchberg
f)
Acker - u. Wiesengelände in Ingweiler
Schon im Mai 1978 zeichnete sich dann überraschend, mit
dem zwischen der Wanderhütte und dem Schlangenhöhlerweg liegenden
Waldparkplatz, die endgültige und heute verwirklichte Lösung ab. Wesentlich beeinflusst
wurde die Entscheidungsfindung durch die Tatsache, dass sich dieses
landschaftlich sehr reizvoll gelegene Areal bereits in städtischem Besitz
befand und seine Versorgung mit Wasser und Elektrizität problemlos und ohne großen
Kostenaufwand möglich war.
Nach eingehenden Besprechungen
und Beratungen vor Ort stellte der TC Saar-Pfalz am 26. Juni 1978 an den Oberbürgermeister
der Stadt Homburg den Antrag, auch die beiden Parzellen an der Westseite des
Waldparkplatzes mit den Plannummern 3295/3 und 3295/4, die sich noch in
Privatbesitz befanden, aufzukaufen, sie gemeinsam mit dem Waldparkplatz in dem
noch zu erstellenden Flächennutzungsplan der Stadt Homburg als Sportgelände
auszuweisen und dem TC zwecks Errichtung einer Tennisanlage zur Verfügung zu
stellen. Diesem Ansinnen wurde noch vor Ende des Jahres 1978 entsprochen.
Die rasche
Lösung der Grundstücksfrage war nicht zuletzt der tatkräftigen Unterstützung
und dem persönlichen Einsatz des damaligen Bürgermeisters der Stadt Homburg,
Alois Jochum, zu verdanken.
Der Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages, der bereits
damals im Entwurf vorlag, scheiterte trotz zäher Verhandlungen vorläufig
noch an der Höhe der Pachtzinsforderung.
In einem Bericht vom 11.07.79
beurteilte der, in Kooperation mit der WIBERA (Wirtschaftsberatung) erstellte,
Sportstättenleitplan der Stadt Homburg das Gelände an der Schlangenhöhle als
durchaus geeignet. Bedenken des Wasserwirtschaftsamtes gegen eine Bebauung
konnten im November 1979 ausgeräumt werden. Planung und Bauleitung legte man in
die Hände des Zweibrücker Architekten Nagel, der von Beginn an der
Tennisanlage eine harmonisch in die reizvolle Waldlandschaft des Schlangenhöhlertales
passende Gestaltung gab. Nachdem Bauamt, Baupolizei und Stadtwerke am 05. 02.
1980 grünes Licht für den Baubeginn gaben, wurde nach einer Beschlussfassung
des Vorstandes vom 23. 02. 1980 der Zuschlag für den Neubau von 4 Tennisplätzen
(heute Nr. 2, 3, 4 und 5) der Fa. Wolf und Sofsky erteilt, die sich schriftlich
bereit erklärte, die Fertigstellung zum 01.05.1980 zu gewährleisten und eine
Konventionalstrafe bei Verzug i. H. von DM 400 pro Tag zu akzeptieren.
Offizieller Termin für den Baubeginn war der 05.03.1980.
Das ursprüngliche
Finanzierungskonzept wurde erheblich gestört durch eine gewaltige
Zinsverteuerung. Darüber hinaus hatte sich, zur Überraschung aller Beteiligten
- einschließlich der städtischen Behörden - herausgestellt, daß der
Untergrund des Geländes nicht belastbar genug war und dass ein kostspieliger,
zeitraubender Bodenaustausch als unumgänglich angesehen werden musste. So
schlug letztendlich der Bau der vier Plätze mit fast 200 000.-DM zu Buche.
Trotz aller widrigen Umstände
konnte mit dem 14. Mai 1980, als offiziellem Fertigstellungstermin, die
vorgegebene Frist mit wenigen Tagen Überschreitung fast eingehalten werden.
Obwohl noch ein Mängelkatalog offen lag, erfolgte an diesem Tag die Einweisung
der Mitglieder in die Benutzung der Tennisplätze, und nach einer kleinen Feier
mit Schlüsselübergabe wurden die ersten Bälle geschlagen, kritisch beobachtet
von Werner Fronhöfer, der mit Wirkung vom 20.04.1980, als erster Platzwart in
der Vereinsgeschichte, für die Pflege der Anlage verantwortlich war.
Auf den Plätzen entwickelte
sich in der Folgezeit ein sehr reger
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der am frühen Morgen einsetzte und erst durch
die Dunkelheit beendet wurde. So mancher Ehemann, der mit knurrendem Magen von
der Arbeit nach Hause kam, fand auf dem Küchentisch statt der erwarteten
kulinarischen Köstlichkeiten lediglich einen Zettel mit dem lapidaren
Hinweis: ,,Liebling, Dein Essen findest Du im Kühlschrank und mich auf dem
Tennisplatz".
Eine fundierte Belegungsordnung
lenkte die Begeisterung in geordnete Bahnen und tenniserfahrene Spieler übernahmen
die fachkundige Beschulung der Tennisneulinge.
Unsere Mitglieder gehören -
heute ebenso wie vor 10 Jahren - allen Altersklassen an, bringen zudem völlig
unterschiedliche konstitutionelle und konditionelle Voraussetzungen mit und
weisen dabei erhebliche Unterschiede in den Bereichen Leistungsbereitschaft,
Leistungsvermögen und Spielstärke auf. Daraus resultiert auf dem sportlichen
Sektor zwangsläufig eine differenzierte Erwartungshaltung dem Club gegenüber,
wobei die unterschiedlichen Ansprüche im wesentlichen in vier Anspruchsstufen zusammengefasst
werden können: 1. Gesundheit, 2. Fitness, 3. Wettkampf, 4. Leistungssport.
Zu 1. War früher
harte körperliche Arbeit die Grundvoraussetzung fast eines jeden Broterwerbs,
so ist der Mensch heute in einem hohen Maße durch die Technik
davon befreit; ihm fehlt so die gesunderhaltende Funktion körperlicher Tätigkeit.
Als Ausgleich, gewissermaßen in einer Art Ersatzhandlung, wird der Körper, um
Schwächen im Muskel- und Kreislaufsystem vorzubeugen, auf dem Tennisplatz bewusst
zum Arbeiten gebracht. Angestrebtes Ziel ist also die Erhaltung der
Gesundheit, ein gesteigertes Lebensgefühl und die Beruhigung des
schlechten Gewissens, erzeugt durch überflüssige Pfunde.
Zu 2. Nicht
jeder gesunde Mensch ist aber auch automatisch fit. Ein gezieltes, regelmäßiges
Training des Körpers ist Voraussetzung, wenn als Ziel schließlich die Fitness,
ein gehobener Zustand von Gesundheit, erreicht werden soll. Während der
ersten Gruppe eine maßvolle Bewegung oft schon genügt, stellt die zweite schon
höhere Ansprüche; man will mitmischen, wenn es um Sieg oder Niederlage geht,
will selbst im fortgeschrittenen Alter noch seine Kondition unter Beweis
stellen. Gottlob, gibt es keine sicher festlegbare Grenze in unserem Sport, an
der das Alter beginnt; es sei denn, wir ziehen sie selbst durch Bequemlichkeit
und Resignation. Der gut trainierte Mensch schlägt dem Alter ein Schnippchen
und der konditionsstarke 50er haut dem untrainierten Normaldreißiger die Bälle
nur so um die Ohren. Erkenntnisse, deren Wahrheits- und Wertgehalt unsere
dynamischen Super-Senioren schon längst erkannt und bei ihrem täglichen
Tennisspiel im Sommer eindrucksvoll in die Praxis umsetzen.
Zu
3. Die dritte Anforderungsstufe verlangt bereits eine starke, zeitintensive
Hinwendung zu unserem Sport. Er wird hier zum Wettkampfsport. Relativ leicht ist
der Weg dahin für jenen Kreis von Spielern, der von Jugend auf unter kundiger
Anleitung trainiert worden ist. Bevorzugt sind auch diejenigen, die bereits in
einer anderen Sparte Wettkampfsport betrieben haben und nun die gleiche
Einstellung hierzu auf den Tennissport übertragen. So ist es auch keineswegs
ein Zufall, dass sich unsere Teams im Jungsenioren- und Seniorenbereich überwiegend
aus Spielern rekrutieren, die vom Fußball, Handball, Volleyball oder Prellball
kommen. Hier eröffnet sich außerdem noch die Möglichkeit einer zweiten
Sportkarriere, die das abrupte Aufhören nach jahrelanger Sporttätigkeit
vermeiden lässt. So konnte 1986 bei den Seniorinnen, Senioren und Jungsenioren
erfreulicherweise erstmals auch eine zweite Mannschaft gemeldet werden. Das auf
dieser Stufe stark ausgeprägte Wettkampfbedürfnis wird im Verein in einer
Rangliste kanalisiert, die einen graduellen Maßstab der Wettkampfstärke
darstellt. Als Regulativ dienen Forderungsspiele, - jene seltsame Mischung also
aus Sport, Ritual, Selbstvertrauen, Angst, Schummelei, Hemmungen, Aggressionen
und psychologischen Tricks. Dem Wettkampfsportler wird jedes Jahr Gelegenheit
gegeben, sein Können im Kampf um die Clubmeisterschaft zu erproben oder in
einer unserer zahlreichen Mannschaften zu spielen, die in den Medenrunden um
Punkte kämpfen. Eine erhöhte Trainingsbereitschaft während des gesamten
Jahres, also auch in den Wintermonaten in der Halle, ist unabdingbare
Voraussetzung.
Zu 4. Die oberste der
vier Anspruchsebenen im Tennis stellt der Leistungssport
dar, dessen Vorbildfunktion ebenso unbestritten ist, wie die Erkenntnis, dass
der Breitensport auf die Aushängeschilder aus dem Spitzenlager und ihre
motivierende Wirkung nicht verzichten kann. Diese 4. Stufe kann in unserem
Verein vorerst nicht realisiert werden, da er durch die relativ hohen Ansprüche,
die der Leistungssport naturgemäß stellt, bei weitem überfordert wäre.
Der Club müsste
bevorzugt Plätze zur Verfügung stellen, einen spielstarken Tennislehrer
engagieren und weitere Spitzensportler als Trainingspartner bzw.
Mannschaftsspieler gegen Bezahlung an sich binden, diesen natürlich auch
Befreiung von der Beitragspflicht gewähren.
Maßnahmen,
die mit Rücksicht auf die Interessen der überwiegenden Mehrheit unserer
Mitglieder nicht zu verantworten wären. Junge Spieler, die ein bestimmtes
Niveau erreicht und sich hohe sportliche Ziele gesteckt haben, müssen sich so
einem Verein zuwenden, der schon alle Voraussetzungen für Spitzenspieler
geschaffen hat und damit optimale Fördermöglichkeiten bieten kann. Diese
jungen Leute, die im wahrsten Sinne des Wortes bei uns groß geworden sind und
hier auch ihren Freundeskreis haben, finden sich zu jeder Zeit, auch wenn sie
bei einem anderen Club in einer leistungsstärkeren Mannschaft spielen, in
unsere Tennis-Familie integriert. Vielleicht finden sie eines Tages, wenn an die
Stelle des sportlichen der berufliche Ehrgeiz getreten ist, den Weg zurück in
eine der Mannschaften des TC-Saarpfalz. Zusammenfassend sei festgehalten, dass
es sich unser Verein zum obersten Anliegen gemacht hat, die drei ersten
Anspruchsstufen seiner Mitglieder, nämlich Gesundheits- Fitness- und
Wettkampfstreben zu gewährleisten und zu intensivieren, also den Breitensport
zu fördern und einen möglichst großen Wert auf die Pflege eines geselligen
und damit lebendigen Vereinslebens zu legen.
Wer in den Anfangsjahren in Einöd
Tennis spielte, zog sich, da noch ein
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fehlte, im Auto oder im nahen Wald um. Für
„Notfälle" stellte der Ski- und Wanderverein in dankenswerter Weise
seine Außentoilettenanlage zur Verfügung; Wasch- und Duschmöglichkeiten
fehlten völlig. Ein Beschluss vom 28.05.1979 verdeutlicht die relativ frühen
Bemühungen der Vorstandschaft um eine schnelle, wenn auch provisorische Lösung
des Dilemmas: Mit der Verwaltung der Bundesbahn sollte über den Ankauf eines
ausgedienten Eisenbahnwaggons verhandelt werden, in den man dann nachträglich Nasszellen
einbauen wollte. Dieses Vorhaben scheiterte ebenso an den Umständen, wie die
Beschaffung einer größeren Holzbaracke.
Nun gehören zu den
liebenswertesten Eigenschaften eines jungen Vereins eine gewisse Genügsamkeit,
die Gabe der Spontaneität und das Vertrauen in die Improvisationskunst seiner
Mitglieder. So entstand, von Karl Maas initiiert, aus einigen Balken und Bohlen
roh zusammen- gezimmert ein „Freiluftclubheim“
mit harten Brettern als Sitzgelegenheit, dem saftigen Grün der Birken und
Buchenzweige als Sichtschutz und dem freien Himmel als Dach. Wer erinnert sich
nicht gern an die herrlichen „Laubhüttenfeste" an lauen Sommerabenden,
wenn sich der harte Kern festgesessen hatte und bis in die späte Nacht noch
nach einer tagsüber verloren gegangenen Vorhand gesucht wurde. So manches
Tennisgespräch zu vorgerückter Stunde ließ selbst altgediente Angler und Jägerlateiner
vor Neid erblassen.
Wunschlos glücklich ist der
Mensch jedoch nie oder allenfalls nur für geraume Zeit. So wurde die Forderung
aus den Reihen der Mitglieder nach einem „festen
Dach über dem Kopf“ mit Umkleide-, Dusch- und Toilettenräumen allmählich unüberhörbar.
In der Mitgliederversammlung am 02. 04. 81 wählten die Anwesenden einen Bauausschuss
(Käppler G., Hunsicker H., Schneider W., Schneider M., Schley N. und Hein E. ),
der beauftragt wurde, sich insbesondere mit der Planung zum Bau eines
Clubheimes zu beschäftigen, wobei sich der Gesamtvorstand die endgültige
Entscheidungskompetenz vorbehielt.
Am 03. 08.
1981 wurde der Bauantrag, einschließlich Statik und Prüfbericht
eingereicht, worauf das Bauamt der Stadt Homburg am 04. März 1982 mitteilte:
„In Ihrer Bausache fehlt es
noch an der Zustimmung des Grundstückeigentümers;
den Nachweis können Sie führen durch Vorlage des von ihnen
unterschriebenen Pachtvertrages mit der Stadt Homburg."
Wieder, ähnlich wie beim Bau
der Plätze, war es der Stör- und Verzögerungsfaktor Pachtvertrag, der Sand
ins Getriebe streute. Um das Bauvorhaben nicht zu gefährden,
stimmte die Jahreshauptversammlung am 02. 02. 1983 dem Abschluss eines
Grundstückpachtvertrages (mit zehnjähriger Laufzeit) zu, obwohl die Höhe der
Pachtzinsforderung (inzwischen von 5000 auf 3000.- DM reduziert) und die im
Vertrag enthaltene Wertsteigerungsklausel noch keineswegs den Vorstellungen
der Mitgliederversammlung entsprachen.
Der Vertragsabschluß kam dann
schließlich zu diesem Zeitpunkt doch nicht zustande, weil beide Partner eine
weitere Verhandlungsrunde vereinbarten, um neue Konditionen auszuhandeln.
In der Zwischenzeit hatte man überdies
festgestellt, dass das Clubheim zu groß konzipiert war und durch einstimmigen
Beschluß des Vorstandes vom 15.07.82 wurde die Planung wieder zurück an den Bauausschuss
verwiesen mit der Aufforderung, ein neues, den finanziellen Möglichkeiten
entsprechendes Konzept vorzulegen. Günther Käppler machte sich also mit seinem
Mitarbeiterstab wieder an die Arbeit und am 06.April 1983 wurde ein neuer Plan,
basierend auf einer Finanzgrundlage von 200 000.- DM, beim Bauamt der Stadt
Homburg zur Genehmigung eingereicht, die dann am 24. 06. 83 durch schriftlichen
Bescheid erteilt wurde. Bereits am 04. Juni hatte man mit dem ersten Spatenstich
den Startschuss zum Baubeginn gegeben.
Rechtzeitig zuvor waren alle
Mitglieder per Rundschreiben noch einmal auf ihre, in der Satzung verankerte,
zusätzliche Beitragspflicht in Form von Arbeitsleistungen hingewiesen worden.
Danach waren von den erwachsenen männlichen Mitgliedern 20 und von den Damen
10 Arbeitsstunden abzuleisten, wobei der Leistungspflicht ersatzweise auch mit
einer Zahlung von DM 15.- pro Arbeitseinheit entsprochen werden konnte. Das
Verlegen von Rohren und Dränagen, der Einbau von Schotter, die Erd- , Beton-,
Zimmer-, Dachdecker-, Holz- und Malerarbeiten wurden größtenteils in
Eigenleistung erbracht, fachkundig überwacht von ,,Vize" Heinz Hunsicker.
Einer Reihe von Mitgliedern, die sich weit über ihr Pflichtsoll hinaus für
,,ihr" Projekt engagierten, an ihrer Spitze Manfred Schneider als
Koordinator der Arbeitseinsätze, kann mit Worten nur formell
gedankt werden. Nicht zuletzt ihnen ist es zu verdanken, dass nach knapp
einjähriger Bauzeit, pünktlich zu Beginn der neuen Tennis-Saison am 01. Mai
1984, das schmucke Clubheim mit allen seinen Einrichtungen in Betrieb genommen
und am 30. Juni in Anwesenheit vieler Ehrengäste in einer würdigen Feierstunde
offiziell eingeweiht werden konnte. Damit waren nunmehr ideale Voraussetzungen
geschaffen, den geselligen und gesellschaftlichen Teil des
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weiter auszubauen und zu
intensivieren. Der rege Zuspruch, dessen sich das Clubheim auch heute noch
erfreut, mag als Beweis dafür gelten, wie sehr sich unsere Mitglieder neben der
sportlichen auch von der gesellschaftlichen Atmosphäre angesprochen fühlen.
Dieser Zuspruch ist aber gleichzeitig auch Bestätigung für das erfolgreiche
Bemühen des Vereines, seiner Verpflichtung gerade im mitmenschlichen Bereich
nachzukommen, nämlich das einzelne Mitglied durch Kontakte, die es pflegt,
durch Wertschätzungen, die es erfährt und durch Neigungen, denen es folgen
kann, gegen Vereinsamung, Isolierung und Kontaktarmut zu schützen. So ist der
TC Saar-Pfalz eben mehr, als nur die Gelegenheit Tennis zu spielen!
Worte, die deutlich
unterstrichen werden durch einen Blick in den Veranstaltungskalender, der in
der clubinternen Info-Broschüre ,,Tennis-Blätsch" in regelmäßigen Abständen
aufgeschlagen wird:
Wöchentliche Stammtische im
Winter, eine stimmungsvolle Nikolausfeier für Groß und Klein,
mannschaftsinterne Feiern und Zusammenkünfte, Familienwanderungen und
Radtouren, Vorstands-, Inserenten- und Freundschaftsturniere, das beliebte
Schleifchenturnier, an dem sich die ,,alten Hasen“ ebenso gerne beteiligen wie
die Neulinge..... Abschluss und Krönung der Saison, der gesellschaftliche Höhepunkt
eines jeden Vereinsjahres, ist unbestritten der Tennis-Ball, der seit Jahren in
der Aula des Christlichen Jugenddorfes in Schwarzenbach stattfindet und sich
erfreulicherweise einer großen Beliebtheit auch bei unseren jugendlichen
Mitgliedern erfreut.
In diesem würdigen Rahmen
werden traditionsgemäß die Clubmeister und die erfolgreichsten Mannschaften
geehrt und ausgezeichnet.
Für ein intaktes Clubleben
spricht nicht zuletzt die Tatsache, dass Aufrufe zu freiwilligen Arbeitseinsätzen
noch immer eine erfreuliche Resonanz auslösen. Nur dort, wo noch genügend
Bereitschaft zu freiwilliger Leistung vorhanden ist, darf der Fortbestand eines
Vereines als gesichert gelten. Unsere Tennisanlage, Stätte des Sports und der
Begegnung, mit Fröhlichkeit und echter sportlicher Atmosphäre zu erfüllen,
sie aber auch freiwillig und eigenhändig zu pflegen und zu erhalten, ist unser
aller Verpflichtung.
Stellen wir uns darum auch alle
dieser Aufgabe, auf dass diese Verpflichtung in Zukunft für niemand zur
Belastung wird!
S C H L U S S G E D A N K E N
Ein Jahrzehnt Vereinsgeschichte
erhält dann ein besonderes Gewicht, wenn es sich um die ersten zehn Jahre nach
der Gründung, also um die Aufbauphase handelt.
Buchstäblich aus dem Nichts hat
der TC Saar-Pfalz innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne in dem kleinen Tal
an der Schlangenhöhle eine sehenswerte Tennisanlage geschaffen und damit
einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung des Wohn- und Freizeitwertes unseres
Stadtteiles geleistet. Mit dem Bau eines sechsten Platzes, der nach Überwindung
vieler Hindernisse im Juli 1987
seiner Bestimmung übergeben wurde, konnte einem echten Bedürfnis entsprochen
und unsere Anlage dem aktuellen Mitgliederstand angepasst werden, der sich
mittlerweile bei 360 eingependelt hat.
Wie alle Tennisvereine leiden
auch wir unter dem Problem, dass die aufwendigen, für die Ausübung unseres
Sportes jedoch unbedingt notwendigen, Anlagen selbst gebaut, von einigen Zuschüssen
abgesehen, auch selbst finanziert und unterhalten werden müssen. Hieraus
resultieren die hohen Aufnahmegebühren und Mitgliedsbeiträge, die naturgemäß
für manche Interessenten eine Hemmschwelle bedeuten, so dass uns leider immer
noch das Prädikat ,,elitär" anhaftet. Bleibt zu hoffen, dass über den
umfangreichen Maßnahmenkatalog des STB zur Verwirklichung der Breitensportidee
schon in naher Zukunft diese Hürden allmählich abgebaut werden können, damit
die Devise des Deutschen Tennisbundes ,,Tennis für alle" noch erfolgreicher
als bisher in die einzelnen Vereine transferiert und dort in die Realität
umgesetzt werden kann.
Wie ein roter Faden zieht sich
seit der Gründung des Tennisclubs das Bemühen um einen günstigen
Pachtvertragsabschluß durch die Jahre der Vereinsgeschichte. Nach langen, mit zäher
Ausdauer geführten Verhandlungen mit der Stadt Homburg, die in dankenswerter
Weise Entgegenkommen zeigte, kam es endlich am
28.11.86 zu einer für beide Seiten zufriedenstellenden Lösung. Vor dem
amtlich bestellten Vertreter des Notars Dr. Rolf Dieter Zawar wurde ein
Erbbaurechtsvertrag über den im Grundbuch von Einöd-lngweiler eingetragenen
Grundbesitz im unteren Beundental - 7753 qm groß - abgeschlossen. Mit dem
erschwinglichen Erbbauzins von jährlich 1000- DM, der Laufzeit von 50 Jahren
und dem gegenseitigen Einräumen eines Vorkaufrechtes wurden Voraussetzungen
geschaffen, die eine erfolgreiche Vereinsarbeit auch in den nächsten Jahren ermöglichen.
Diese Arbeit bleibt eingebunden
in den Auftrag zur Mitarbeit bei der Lösung eines ernsten Problems unserer
Zeit, das ein breites Spektrum sozialer, sportlicher, medizinischer und
gesellschaftlicher Aspekte beinhaltet:
a)
Die Bewältigung einer Freizeit, die durch Verkürzung der Arbeitszeit in
Verbindung mit einer erhöhten Lebenserwartung an Umfang immer mehr zunimmt.
b)
Der Sport wird mehr und mehr GESTALTER und gleichzeitig aber auch INHALT
dieser freien Zeit. (Differenziertes
Angebot von Spiel- und Wettkampfprogrammen).
c)
Die bewegungsarme Arbeitswelt verlangt als Gegengewicht eine intensive
sportliche Betätigung. (Muskeltraining, Sport als prophylaktische Maßnahme zur
Verhütung von Herz- und Kreislauferkrankungen, Erhaltung der Gesundheit und
Elastizität von Körper und Geist - vor allem in der zweiten Lebenshälfte).
d)
Ständiges Anwachsen menschlicher Vereinsamung und Isolation. (Pflege
mitmenschlicher Beziehungen und Integration in den geselligen und
gesellschaftlichen Teil des Vereinslebens).
Wer versucht, diese Gedanken,
die heute sozialpolitisch und medizinisch unwidersprochen sind, vorurteilslos
nachzuvollziehen und wer um die Sachzwänge, denen ein Tennisclub
unterworfen ist, weiß, wird die in unserem Sport immer wieder kritisierten
Aufnahme- und Mitgliedergebühren nicht als willkürlich gesetzte Schranke,
sondern als wohlinvestierten Beitrag zur eigenen Gesundheit und Lebensfreude
sehen.
WISSENSWERTES
AUF EINEN BLICK
| 05.04.1978 |
Gründung
des TC Saar-Pfalz |
| 15.06.1978 |
Antrag
auf Aufnahme in den Stadtverband für Leibesübungen |
| 26.06.1978 |
Antrag
auf Aufnahme in den Saarländischen Tennisbund |
| 26.06.1978 |
Antrag
an die Stadt Homburg, den Waldparkplatz im Schlangenhöhlertal als
Sportgelände auszuweisen
und dem TC zwecks Errichtung einer Tennisanlage zur Verfügung zu stellen. |
| 22.05.1979 |
Eintragung
ins Vereinsregister |
| 14.05.1980 |
Einweihung der Plätze 2,3,4,5 |
| 1980 |
Erste
Clubmeisterschaft wird ausgetragen |
| 1981 |
Erstes
offizielles Wettkampfjahr |
| 15.06.1981 |
Einweihung
von Platz 1 |
| 04.06.1983 |
Mit
dem Clubheimbau wird begonnen |
| 01.05.1984 |
Inbetriebnahme
des neuen Clubheimes |
| 30.06.1984 |
Offizielle
Einweihung des Clubheimes |
| 28.11.1986 |
Abschluss
eines Erbbaurechtsvertrages |
| Juli
1987
|
Platz
6 wird seiner Bestimmung übergeben |
| 08.
bis 10.Juli 1988 |
10jähriges
Vereinsjubiläum |
TC
SAAR-PFALZ
1988
- 2003
Ein
Tennisclub geht seinen Weg
1.
.................... bis 06.03.1990
Ende der Amtszeit von Präsident Manfred Brabänder
2.
06.03.1990 bis 01.02.1996
Präsidentin Ursula Wambsganß
3.
01.02.1996 bis 31.01.2002
Präsident Erich Hein
4.
31.01.2002 bis ....................
Präsident Rudi Daiminger
Die Beendigung der Aufbauphase, zehn Jahre nach der
Clubgründung, wurde von der mittlerweile 350 Mitglieder zählenden Einöder
Tennisfamilie in der Zeit vom 08. bis 10. Juli 1988 ausgiebig gefeiert.
„Eine Stimmung wie bei einem
Volksfest“ - so urteilte und berichtete die Presse über die gelungene
Geburtstagsfeier, die mit einem Festkommers, umrahmt vom Gemischten Chor des MGV
Einöd/Ingweiler und den Fanfarenfreunden Homburg, begann.
Der Präsident des STB Dr.
Helmut Steigleiter verlieh dem ersten Vorsitzenden Manfred Brabänder für seine
Verdienste um den saarländischen Tennissport die Verbandsehrennadel des Saarländischen
Tennisbundes. Der TC Saar-Pfalz Einöd ehrte anschließend 15 Männer der ersten
Stunde ( Gründungsmitglieder ) mit der eigens dafür geschaffenen
Vereinsehrennadel:
|
Manfred
Brabänder, Rudi Daiminger, Jürgen Döring, Günter Förster, Erich Hein,
Fritz Huber, Peter Linn, Peter Maiwald, Edgar Nagel, Hermann Rahde,
Herbert Reinhard, Uwe Schenk, Norbert Schley, Gerd Schroers, Ludwig Wolf |
|
Sportliche Höhepunkte während
des Sommerfestes waren der Auftritt der deutschen Tennis-Jugendmeisterin Sabine
Gerke (bei einer Tennisdemonstration mit unserem Spieler Sascha Voit), der
Fallschirmabsprung einer Freifaller-Gruppe der Bundeswehr mit anschließender
Ziellandung auf den Tennisplätzen und die Endspiele um die Club- bzw.
Dorfmeisterschaft 1988.
Mit einer Modenschau (die Models
waren junge Damen aus unserer Juniorinnenabteilung), der Ausspielung einer großen
Tombola und einem abschließenden gemütlichen Beisammensein im Festzelt klangen
die Festtage aus.
Der traditionsgemäß im
Christlichen Jugenddorf Schwarzenbach stattfindende Tennisball musste im Herbst
1989 notgedrungen nach Homburg in den Saalbau verlegt werden, weil die
Verwaltung des Jugenddorfes, auf Veranlassung der Stadt Homburg, die
Bereitstellung der Aula ablehnen musste, da sich verschiedene Anwohner durch den
nächtlichen Geräuschpegel der an- und abfahrenden Kraftfahrzeuge belästigt fühlten.
Nach 12jähriger Amtszeit
kandidierte Manfred Brabänder bei der Jahreshauptversammlung am 6. März 1990
nicht mehr für das Amt des ersten Vorsitzenden. „Neue Männer braucht das
Land!“ So begründete der scheidende „Präsi“ seinen Entschluss.
Der neue Mann war dann schließlich
eine Frau. Als Nachfolgerin wurde Ursula Wambsganß gewählt, die sich in
den Jahren zuvor bereits als zuverlässige Schriftführerin und gewissenhafte
Schatzmeisterin bewährt hatte. Der Vorstand wurde komplettiert durch Erich
Hein, Horst Hennig, Manfred Schneider, Günther Förster, Waltraud Scherer,
Manfred Geißel, Eckart Rehaag, Ludwig Wolf, Herbert Emser und Marga Tabatt.
Die erste Bewährungsprobe stand
der frischgebackenen Präsidentin dann auch gleich ins Haus, galt es doch nun,
die logistische Voraussetzung zu schaffen für die Teilnahme des TC am
grandiosen Festzug, anlässlich der 700-Jahr-Feier der Gemeinde Einöd.
„Man sieht es schon an den
Klamotten, hier kommen sie - die Hugenotten“. Unter diesem Motto bewegten sich
zahlreiche Mitglieder des Tennisclubs am 17. Juni 1990 in historischen Kostümen,
unter dem Beifall eines vieltausendköpfigen Publikums, durch die Straßen von
Einöd. Man hatte es meisterhaft verstanden, den Zeitabschnitt der
Hugenotten-Einwanderung ins rechte Licht zu rücken und überzeugend
darzustellen.
Gesellschaftlicher Höhepunkt
des Vereinsjahres war der Herbstball im Oktober 1990 - wieder in den Mauern des
Schwarzenbacher Jugenddorfes - musikalisch gestaltet durch die Tanzkapelle „Funny
Weekend“ und tänzerisch untermalt vom Chorus Line-Trio der Sportschule Saarbrücken
und der Flamenco-Gruppe Limbach.
Leider aber war dieser zehnte
gleichzeitig auch der letzte
Herbstball des TC Saarpfalz Einöd.
Tennis unter einem besonderen
Aspekt und mit hohem sportlichen Wert wurde im Sommer 1991 auf unserer Anlage
geboten. Jugend-Auswahlspielerinnen der Altersklassen AK2 und AK3 aus den
Landesverbänden Bayern, Brandenburg, Niederrhein, Mittelrhein und Westfalen maßen
im Rahmen eines Cup-Wettbewerbes ihre Kräfte im sportlichen Wettkampf.
Mit der Einweihung des neu
angelegten Boule-Platzes am 1. September 1991 hatte sich der Club ein weiteres
sportliches Standbein zugelegt und unter der Anleitung des amtierenden deutschen
Jugendmeisters Dirk Schmitz aus Homburg flogen bzw. rollten die ersten Kugeln über
die schmucke Anlage. Bis zum heutigen Tag treffen sich die Boule-Freunde regelmäßig
das gesamte Jahr über in ihrem „Bouleodrome“ - im Winter sogar unter
Flutlicht - , um ihrem Sport zu huldigen. Mitglieder/innen, die beim Spiel mit
dem gelben Filzball kürzer treten möchten, oder dies aus gesundheitlichen Gründen
sogar müssen, haben hier eine neue sportliche Heimat gefunden.
Freundschaftsbegegnungen mit
Tennisfreunden aus Homburg und Magdeburg wurden neben diversen Wander- und
Radtouren neu in das Veranstaltungsprogramm des bis dato 359 Mitglieder starken
Vereins aufgenommen. Noch heute in bester Erinnerung sind darüber hinaus die
erlebnisreichen Herbsttage, die langen Abende und die extrem kurzen Nächte in
der urigen Hütte auf dem Feldberg im Hochschwarzwald.
Als Nachfolgeveranstaltung der
Herbstbälle wurde am 25. April 1992 erstmals ein Frühlingsfest aus der Taufe
gehoben, das neben dem gesellschaftlichen Aspekt mit dazu beitragen sollte, die
Mitglieder schwungvoll auf die bevorstehende Tennissaison einzustimmen.
Gemeinsam mit zahlreichen Gästen vom benachbarten Tennisclub Blau-Weiß Homburg
konnte man sich in der farbenfreudig und frühlingshaft dekorierten Aula des
Jugenddorfes über eine wahrhaft gelungene Premiere freuen. Viel Beifall gab es
sowohl für das reichhaltige rustikale Büffet als auch für das Tanzpaar Britta
Bachmann/Werner Rojan, das Ausschnitte aus seinem lateinamerikanischen Programm
auf die Tanzfläche zauberte.
Leider konnte aber auch dieses
so hoffnungsvoll gestartete gesellschaftliche Alternativangebot lediglich nur
bis zum Frühjahr 1995 aufrecht gehalten werden, um dann ebenfalls - genau so
wie der Herbstball - dem mangelnden Mitgliederinteresse geopfert werden zu müssen.
Zwei Feuer, die zwar erloschen -
aber nicht vergessen sind!
Am 27. Juni 1993 wurde der 15.
Geburtstag des TC Saar-Pfalz mit einem zünftigen Grillfest auf der
vereinseigenen Tennisanlage, im und ums Clubheim, in gemütlicher Runde gebührend
gefeiert.
Die, zu Beginn der 90er-Jahre
ins Auge gefasste, Clubheimerweiterung (Vergrößerung des Gastronomiebereiches
und der Küche) - von einem Planungsausschuss (Christa Scholler, Ingo Wambsganß,
Willi Schneider, Günter Merz und Lothar Burger als Berater) konzipiert und von
der ordentlichen Jahreshauptversammlung am 8. Februar 1993 einstimmig gebilligt
- mutierte in der Folgezeit zu einer äußerst brisanten Thematik und endete
schließlich in einer , für alle Beteiligten höchst unerfreulichen Situation.
In einem Schreiben vom
17.11.1993 wurde der Bauantrag von der Umweltbehörde in Saarbrücken abgelehnt
mit der offiziellen Begründung, dass das betreffende Gebäude nicht im Flächennutzungsplan
vorgesehen sei und dass die Erweiterung nicht unter sportlichen Gesichtspunkten,
sondern aus Absicht der Gewinnerzielung und zur Bereicherung des Vereins geplant
sei.
Unabhängig davon wurden nun
auch im Mitgliederbereich Zweifel am Handlungsbedarf und vor allem an der
Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit des geplanten Umbauvolumens laut, hauptsächlich
mit dem Hinweis auf die unverkennbar rückläufige Frequentierung des
Clubheimes.
Wie unterschiedlich die
Auffassungen und Meinungen unter den interessierten Tennisfreunden waren und wie
offensichtlich und gravierend das Thema zu einer Polarisierung geführt hatte,
verdeutlichte die Mitgliederversammlung am 7.2.1995.
Beim Punkt 4 der Tagesordnung -
Clubheimerweiterung - kam es zu einer äußerst kontrovers geführten Diskussion
über den Umfang der geplanten Baumaßnahme. Bei der anschließenden Abstimmung
entschied sich die Mehrheit der anwesenden Mitglieder für einen Antrag des
Ehrenvorsitzenden Manfred Brabänder und damit für die sogenannte „kleine Lösung“
(Erweiterung der Küche ohne Ausdehnung des Gastraumes). Das relativ knappe
Abstimmungsergebnis (18 pro - 14 kontra - 2 Enth.) war ein Spiegelbild der
extremen Polarisierung und fand seine Reflexion in hitzigen Debatten und
verbalen Auseinandersetzungen, auf mündlicher und schriftlicher Ebene, im Laufe
der nächsten Wochen und Monate. Die atmosphärischen Störungen waren leider
unverkennbar und nachhaltig; im mitmenschlichen, privaten und gesellschaftlichen
Umfeld taten sich Wunden auf, die teilweise bis heute noch nicht ganz vernarbt
sind.
Nach 6jähriger Amtszeit als 1.
Vorsitzende verzichtete Ursula Wambsganß in der Generalversammlung am 1.Februar
1996 im „Einöder Hof“ auf eine erneute Kandidatur.
Die Versammlung wählte mit
Erich
Hein einen Mann an die Spitze der Vereinsführung, der sich in der
Vergangenheit bereits vielfältig im Club engagiert hatte und sich bei der Ausübung
des auf ihn übertragenen Ehrenamtes auf eine jahrzehntelange Erfahrung als
Kommunal- und Vereinspolitiker stützen konnte. Zweiter Vorsitzender wurde Gerd
Schroers; Maren Kroll übernahm das Amt der Schatzmeisterin und Claudia Kunz war
ab sofort für die Schriftführung verantwortlich; Sportwart wurde Winfried Eis
und als Jugendwart fungierte Christoph Weiten. Als Pressewart trug Dr. Norbert
Schott die Verantwortung für die Öffentlichkeitsarbeit. Für die Plätze war
Rainer Jung, für das Clubheim Alois Simon und für die Mitgliederbetreuung Günter
Merz zuständig.
Kaum hatte man sich mit den
jeweiligen Funktionen und Tätigkeitsbereichen etwas vertraut gemacht, stand
auch schon der Frühling - und mit ihm der Frühjahrsputz - vor der Tür. Büsche,
Hecken und Sträucher mussten zurückgeschnitten, Beete gejätet und Blumen
gepflanzt werden. Holzbänke- und tische
benötigten einen neuen Schutzanstrich und letztendlich galt es - wie in allen
Jahren zuvor - die Plätze wieder herzurichten.
Seit Fertigstellung der
Platzanlage im Mai 1980, wird die Frühjahrsinstandsetzung stets von einem fleißigen
Helferteam, das sich aus unseren eigenen Reihen rekrutiert, durchgeführt. Nach
dem Abräumen der schweren Ziegelsteine und der langen Abdeckbänder für die
Begrenzungslinien, wird mittels Schaber und Rechen die obere, abgespielte
Ziegelmehlschicht entfernt und anschließend 12 - 13 Tonnen neues Material
aufgebracht. Mehrmals bewässert, abgezogen und gewalzt, können dann die Plätze
- je nach Witterung - in der zweiten Aprilhälfte vorsichtig eingespielt und am
ersten Mai pünktlich für den allgemeinen Spielbetrieb freigegeben werden.
In Anlehnung an die leider längst
vergangene Zeit der Herbstbälle, ehrte der TC Saar-Pfalz erstmals seine
erfolgreichen Spielerinnen und Spieler, gemeinsam mit allen Club- und
Mannschaftsmeistern, wieder in einem würdigen Rahmen. Beim
„Meisterschaftsfeier - Debüt“ am 9. November 1996 im Vereinsheim der
Spielvereinigung Einöd/Ingweiler wurden zahlreiche Mitglieder aus dem Jugend-
und Aktivenbereich für beachtenswerte Leistungen auf dem Tennis-Court mit
Pokalen, Medaillen und Urkunden ausgezeichnet.
Ein schmucker Stein, der im
bunten Mosaik der jährlichen Veranstaltungen mittlerweile seinen festen Platz
gefunden hat.
Zu Beginn der 90er-Jahre
verlangsamte der deutsche Tennisexpress spürbar seine flotte Fahrt und
erreichte in der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnts vor der
Jahrtausendwende, bedingt durch die Abkoppelung der beiden Lokomotiven Steffi
Graf und Boris Becker, gerade mal noch Bummelzugtempo. Bundesweit wurden in den
Vereinen stark rückläufige Mitgliederzahlen, vor allem im Jugendbereich,
registriert. Auch das Saarland machte da keine Ausnahme und lag z.B. im Jahr
1997 mit 4,6% Rückgang sogar mit an der Spitze.
Der Begriff „Aufnahmestopp für
Mitglieder“ gehört in Einöd
schon seit 1994 einer rosigen Vergangenheit an, nachdem der Mitgliederstand von
359 auf 344 gesunken war. Um dem allgemeinen Trend des Mitgliederschwundes
speziell beim TC Saar-Pfalz wirkungsvoll entgegenzusteuern, wurden bereits 1996
die Aufnahmegebühren für Jugendliche und die Clubheimsonderzahlung für
Erwachsene ersatzlos gestrichen. Ab der Saison 2000 entfiel auch die Aufnahmegebühr
für erwachsene Neumitglieder.
Dem Ziel, Kinder aus Einöd und
Umgebung möglichst früh an den Tennissport heranzuführen und sie dabei schon
rechtzeitig in unseren Verein einzubinden, diente auch das Projekt „Tennis in
der Grundschule“ im Juni 1999. Rund 80 Schüler/innen der Grundschule Einöd
nahmen an einem Schnuppertraining teil, zu dem der Club und die Tennisschule
„Total“ eingeladen hatten.
Die Bemühungen waren von Erfolg
gekrönt. Nachdem zwischenzeitlich gerade mal noch 316 Mitglieder aufgelistet
werden konnten, stand nach dem Jahrtausendwechsel mit 338 wieder eine
erfreuliche Ziffer zu Buche.
Zu Beginn des Jahres 1997 musste
unsere Vereinssatzung aktualisiert, d.h. den zeitgemäßen
gesellschaftspolitischen und juristischen Ansprüchen angepasst werden. Die
Statuten wurden von einem Satzungsrat, dem Gerd Schroers, Hans Bachmann und Dr.
Norbert Schott angehörten, überarbeitet und ihre Neufassung
( Urkunde des Notars Dr. Kawohl in Homburg
vom 22.7.1997 mit der Nr. 1199 / 1997 K ) - nach einigen Nachbesserungen
und durch das einstimmige Votum der
Mitgliederversammlung vom 27. Januar 1998 abgesegnet - ins Vereinsregister des
Amtsgerichtes Homburg eingetragen.
Zwei Jahrzehnte jung! Unter
diesem Leitmotiv beging die Einöder Tennisfamilie am 12./13. September 1998,
man hatte einen ähnlich beschaulichen Rahmen gewählt wie fünf Jahre zuvor,
das 20jährige Wiegenfest ihres Clubs.
Auf der schmucken Anlage am Pfänderbach
im Schlangenhöhlertal verfolgten die zahlreichen Festgäste
die Endspiele um die Clubmeisterschaft und hatten zwischenzeitlich sogar
Gelegenheit, bei einer interessanten Tennisdemonstration mit den ehemaligen
Landesmeistern der Verbände Saarland und Rheinland, Patrick Daymel und Gerd
Jegozinski, einmal ein wenig am sogenannten „großen Sport“ zu schnuppern.
Leider spielte dann zum Ausklang
der Geburtstagsfeier der Wettergott nicht mehr mit. Am späten Nachmittag öffnete
der Himmel seine Schleusen und die zum Abschluss geplanten Ehrungen fielen, im
wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser.
In einer Zeit, die zunehmend von
egozentrischen Denkweisen (bei entsprechendem Verhalten), von
Selbstverwirklichung um jeden Preis und von der abstrusen Lebensphilosophie
einer fun-orientierten Hobbykultur geprägt ist, in der durch die Medien in die
Köpfe vieler, vor allem jüngerer, Menschen eine völlig falsche
Erwartungshaltung an das Leben projiziert wird und in der unsere Gesellschaft so
extrem - wie wohl kaum zuvor - auseinander triftet, kommt auf einen
Sportverein nicht nur die
Aufgabe zu, Sachprobleme zu lösen und sportliche Belange abzuklären, sondern
er wird immer stärker in die Pflicht genommen, sich um die mitmenschlichen
Beziehungen unter seinen Mitgliedern zu kümmern und zu versuchen, bereits
angestaubten Werten wie Gemeinschaft, Kameradschaft und Zusammengehörigkeit
wieder verstärkt Geltung zu verschaffen. Ohne ein gesundes Maß an „Wir-Gefühl“
ist kein Verein auf Dauer lebensfähig.
Unter dieser Prämisse hatte man
auch beim TC Saarpfalz Einöd neben den altbewährten Instrumentarien
(Schleifchenturnier, Nikolausfeier, Saisoneröffnung, .........) nach neuen
Anreizen und Möglichkeiten zur Pflege der Gemeinschaft und Geselligkeit gesucht
und war dabei auch relativ rasch fündig geworden. Man vertraute auf das Wissen
um die Reiselust des modernen Menschen und installierte daher Ein- bzw.
Mehrtagesfahrten im Veranstaltungskalender - die erfreulich positive Resonanz
bestätigte die Richtigkeit der Maßnahme.
Mit einer Busfahrt in die Pfalz
wurde die Projektreihe im Herbst 1996 gestartet. Im Anschluss an ein kleines
Kulturprogramm, zum Aufpolieren heimatgeschichtlicher Kenntnisse, folgte an der
südlichen Weinstraße, im Nussdorfer Weingut Bauer, eine informative
Wingert-Lehrwanderung mit anschließender Verkostung edler Tropfen. Eine Reise
nach Trittenheim im romantischen Moseltal schloss sich im Oktober 1997 an. Nach
einer gemütlichen Flussfahrt an Deck eines modernen Touristikbootes, vorbei an
steilen Hängen mit herbstlich geschmückten Weinbergen, bis Longuich, endete
der Tag im altehrwürdigen „Franziskanerhof“ mit einer interessanten
Kellereibesichtigung, einer schmackhaften Winzervesper und einer stimmungsvollen
Weinprobe.
Die Saisonabschlussfahrt 1999 führte
dann ins benachbarte Elsass nach Obernai und Ottrot; und weil unsere Mitglieder
mittlerweile am „Leben wie Gott in Frankreich“ Geschmack gefunden hatten,
verbrachte man am 21./22. Oktober 2000 ein abwechslungsreiches Wochenende in
Paris, der französischen Metropole an der Seine. Eine wunderschöne Region
unseres westlichen Nachbarlandes war auch im Oktober des Jahres 2001 Ziel der
reisefreudigen Mitglieder des TC: Die Champagne mit ihren Zentren Reims und
Troyes und dem „Parc Naturel Régional de la Montagne de Reims“.
Auch unsere Jugendabteilung, vom
allgemeinen Reisefieber angesteckt, begab sich fast jedes Jahr auf Tour und
besuchte mit ihren Betreuern die Erlebnisparks der näheren und weiteren
Umgebung in Hassloch (Hollyday-Park), Rust (Europa-Park) und Metz (Walibi-Schlumpf-Park).
Seinen jeweiligen Jahresabschluss fand dann der „Clubtourismus“ im Dezember
mit dem traditionellen Besuch eines stimmungsvollen Weihnachtsmarktes durch
unsere Seniorinnen. Ob Michelstadt, Deidesheim, Nürnberg oder Mainz - stets
richtete man sich nach dem Motto: Kein Weg ist zu weit, wir kommen!
Mittelpunkt des
gesellschaftlichen und geselligen Vereinslebens einerseits und wichtigstes
Kommunikationszentrum andererseits ist nach wie vor unser Clubheim. Die
ansprechende Einrichtung, die gemütliche Atmosphäre und der freundliche Sevice
laden zur Einkehr und zum Verweilen ein. Stellvertretend für alle, die bisher
in liebevoller Fürsorge hier um unser Wohlergehen besorgt waren, sollen die
Namen der beiden Familien stehen, die in den letzten zehn Jahren das Clubheim zu
unserer vollsten Zufriedenheit geführt und bewirtschaftet haben:
1) Ilka und Eduard Herrmann
2) Erika und Adolf Linn
Im Sommer 1997 konnte das Gebäude
an das städtische Abwassersystem angeschlossen werden; das aufwendige Ausfahren
der Schmutzwassergrube gehörte endlich und endgültig der Vergangenheit an. Die
finanzielle Belastung hielt sich - dank der außergewöhnlichen Arbeitsleistung
einiger engagierter Mitglieder (Lenz Wolfgang, Simon Alois und Eis Winfried)
in vertretbaren Grenzen. Die Arbeiten wurden sorgfältig und fachgerecht
durchgeführt und abschließend vom Bauamt der Stadt Homburg abgenommen.
Zur Absicherung gegen die
unangenehmen, weil letztendlich auch teueren Besuche ungebetener Gäste wurden
im gleichen Jahr an allen Fenstern und Eingangstüren unseres Clubhauses
schmiedeeiserne Schutzgitter angebracht. Mit dieser Präventivmaßnahme konnte
gleichzeitig einer Auflage unserer Einbruch- und Diebstahlversicherung
entsprochen werden.
Den größten Kostenaufwand des
Geschäftsjahres 2000 verursachte die unumgänglich gewordene Sanierung des
Clubheimdaches. Aufgrund eines Fabrikationsfehlers (Brennfehler) der Ziegelei,
musste die Dacheindeckung komplett erneuert werden. Im Rahmen ihrer Gewährleistungspflicht
sorgte die Lieferfirma zwar für unentgeltlichen Ersatz, alle anfallenden
Arbeiten (Abdecken, Entsorgungsservice, Neuumdeckung) aber gingen zu Lasten des
Vereins.
Ein neues Kapitel in der nunmehr
25jährigen Vereinsgeschichte wurde am 31. Januar 2002 aufgeschlagen. In einer
sehr harmonisch verlaufenen Jahreshauptversammlung wählten die 50 anwesenden
Mitglieder eine neue und auch etwas verjüngte Führungsriege:
Vom scheidenden 1. Vorsitzenden
Erich Hein persönlich als Nachfolger vorgeschlagen, wurde Rudi Daiminger von
der Generalversammlung einstimmig als neuer Präsident bestimmt.
Die Aufgaben seines
Stellvertreters übernahm der vereinserfahrene Christoph Weiten. Maren Kroll
wurde als Schatzmeisterin in ihrem Amt bestätigt. Ludwig Graf ist in Zukunft für
den umfangreichen Spielbetrieb zuständig. Ralph Schmeißner blieb weiterhin
Jugendwart und Rainer Grimm übernahm wieder die Funktion des Platzreferenten. Für
den Schriftverkehr ist jetzt Marion König zuständig. Als Beisitzer mit
besonderen Aufgaben gehören Ursula Hock, Günter Merz und Udo Kuklik der
Vorstandschaft an.
Ich kann ein bestelltes Haus übernehmen",
freute sich der neue Clubchef bei seiner Amtsübernahme, als mit einer
symbolischen Schlüsselübergabe der Kommandowechsel vollzogen war, ,,und ich
sehe es als eine Verpflichtung an, das Vereinsleben und den Spielbetrieb im
Schlangenhöhlertal weiterhin mit Leben zu erfüllen."
Das waren keine leeren Worte.
Beim Start in die neue Saison 2002 präsentierten sich alle Räume unseres
Clubheimes in strahlendem Weiß, die Plätze befanden sich (eigentlich wie in
jedem Frühjahr) in hervorragendem Zustand und die Außenanlagen ließen
erkennen, dass viele fleißige Hände tätig waren.
Neben dem üblichen Geschäftsbetrieb
musste sich die neue Chefetage des TC unverzüglich mit den Vorbereitungen für
das 25jährige Vereinsjubiläum im Sommer 2003 befassen. Ein Festausschuss (
Marga Tabatt, Manfred Brabänder, Erich Hein, Manfred Schneider, Christoph
Weiten und Bachmann Hans ) wurde installiert und mit Planungsaufgaben betraut.
Mit der schon traditionellen Saisonabschlussfahrt am 26. Oktober 02 (Colmar,
Kaysersberg, Riquewihr und St. Hippolyte), einem beschaulichen Nikolausabend für
unsere Tenniskinder am 05. Dezember 02 in unserem Clubheim und einer
Mannschafts- und Meisterschaftsfeier am 10. Januar 03 im Sportheim der
Spielvereinigung Einöd/Ingweiler ging ein gleichermaßen erfolgreiches (siehe
sportliche Bilanz) wie harmonisches Vereinsjahr seinem Ende entgegen.
Eine wahrhaft gute und
vielversprechende Basis für unser Jubiläumsjahr 2003!
Diese Chronik will und kann
selbstverständlich auf keinen Fall Anspruch auf Vollständigkeit erheben; der
vorgegebene, relativ eng gesteckte Rahmen würde sonst unweigerlich gesprengt
werden. Es soll aber deutlich werden, inwieweit persönlicher Einsatz,
zeitintensiver Arbeitsaufwand und verantwortungsbewusstes Handeln einzelner
Mitglieder die Struktur und den Charakter unseres Vereins geformt und geprägt
haben.
Wenn es darüber hinaus auch noch gelungen ist, die
Problematik sachlicher Zwänge und die Unabwägbarkeit menschlicher Unzulänglichkeiten
auch nur ein wenig transparent werden zu lassen, dann hat diese Chronik das
eigentliche Ziel erreicht.
So jedenfalls sieht
es der Chronist
Hans Bachmann
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